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Tanzende Menschen (Foto: Jörg Sander)

Tanzmeisterey ist ein Tanzkurs mit historischen Tänzen aus Renaissance und Barock für Einsteiger. Er richtet sich an Musikschaffende und Liebhaber Alter Musik, die verschiedene stilprägendene Tänze aus Renaissance und Barock auf neue Weise, nämlich tanzend, kennenlernen möchten.


An den 7 Terminen des Tanzkurses mit 2-wöchigem Turnus konnten die Teilnehmer in jeweils 120 Minuten in die körperliche Dimension von Pavan, Bourree, Menuett und Sarabande hineinfühlen und so zu neue Einsichten über die entsprechende Musik gelangen. Als Tanzmeisterinnen fungierten Julia Vash und Beata Polonkai - mit einer reichen Erfahrung im klassischen und historischen Tanz.

Der Kurs fand im schönen Zimelien-Saal des Musikinstrumentenmuseums der Universität Leipzig statt.

Der Tanzkurs wurde durch Instrumentalisten und Absolventen der Fachrichtung Alte Musik der HMT Leipzig mit Livemusik begleitet. In den Pausen erklangen unterhaltende Musikbeiträge.

Kursinhalte

Termin Thema Beschreibung Tanzmeisterin
01.03.2019 Country Dances Die beliebtesten altenglischen Tänze, wie zum Beispiel »Jenny pluck pears« oder »Hearts ease«, aus »The Dancing Master« von John Playford (1651-1728). Beáta Polonkai
15.03.2019 Bourée aus der Suite »la Bourgogne«,
Seite 45 aus dem Traktat »Recueil de dances« composées par M. Pecour et mise sur le papier par M. Feuillet /Choreographie von Louis Pécour, notiert von Raoul-Auger Feuillet, Paris 1709
Julia Vash
29.03.2019 Menuet I »La Bergere«,
Seite 9 aus dem Traktat »Recüeil de contredances mises en chorégraphie d'une maniére si aisée, que toutes personnes peuvent facilement les apprendre, sans le secours d'aucun maître et même sans avoir en aucune connoissance de la chorégraphie« von Raoul-Auger Feuillet, Paris 1706
Julia Vash
12.04.2019 Chaconne Zur Musik aus der Tragedie en musique »Phaëton« von Jean-Baptiste Lully, Paris 1683, Seite 161 Beáta Polonkai
26.04.2019 Contredanse anglaise »La Bonne Amitié«,
Seite 32 aus dem Traktat »Recüeil de contredances mises en chorégraphie d'une maniére si aisée, que toutes personnes peuvent facilement les apprendre, sans le secours d'aucun maître et même sans avoir en aucune connoissance de la chorégraphie« von Raoul-Auger Feuillet, Paris 1706
Beáta Polonkai
10.05.2019 Gavott »La Jalousie«,
Seite 5 aus dem Traktat »Recüeil de contredances mises en chorégraphie d'une maniére si aisée, que toutes personnes peuvent facilement les apprendre, sans le secours d'aucun maître et même sans avoir en aucune connoissance de la chorégraphie« von Raoul-Auger Feuillet, Paris 1706
Julia Vash
24.05.2019 Menuet II   Beáta Polonkai

Dozenten

Julia Vash (Foto: privat)

Julia Vash (Foto: privat)

Julia Vash

Aus Kiew (Ukraine) kommend, studiert Frau Julia Vash derzeit an der HMT Leipzig Cembalo in der Fachrichtung Alte Musik.

2006 schloss sie eine Ausbildung als Pianistin an der Nationalen P. I. Tschaikowski-Musikakademie der Ukraine ab. 2012 erlangte sie dort auch ihr Kunstwissenschaftsdiplom (PhD) in der Fachrichtung »Musikkunst« mit einer Dissertation zum Thema »Französische Tanzmusik des Barocks: Spezifik der Aufführung«.

Frau Vash tanzt seit mehr als 15 Jahre klassisches Ballett. Da dem Barocktanz ihr besonderes Interesse gilt, studierte sie diesen in zahlreichen Meisterkursen u. a. von Bernhard Gertsch, Jürgen Schrape, Klaus Abromeit, Rita Széll und Jutta Voß.

Beáta Polonkai (Foto: privat)

Beáta Polonkai (Foto: privat)

Beáta Polonkai

Beáta Polonkai studiert Blockflöte an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

In Budapest begann sie ihre Ausbildung an der Blockflöte und lernte dort die historische Aufführungspraxis kennen. In dieser Zeit beschäftigte sie sich auch intensiv mit der Aufführung von neu entdeckten Renaissance-Kompositionen.

Barock- und Renaissancetanz studierte sie in Meisterkursen bei Aranyos Ágota und Jutta Voß.